Karim Alami

Karim Alami Tennisspieler
Karim Alami
Karim Alami
Karim Alami 2006
Nation: Marokko Marokko
Geburtstag: 24. Mai 1973
Größe: 185 cm
1. Profisaison: 1990
Rücktritt: 2002
Spielhand: Rechts
Preisgeld: 2.087.596 US-Dollar
Einzel
Karrierebilanz: 156:186
Karrieretitel: 2
Höchste Platzierung: 25 (21. Februar 2000)
Grand-Slam-Bilanz
Grand-Slam-Titel:00000 0
Australian Open 3R (1998, 2000)
French Open 3R (2001)
Wimbledon 2R (1994, 1999)
US Open 2R (1994, 2000)
Doppel
Karrierebilanz: 49:54
Karrieretitel: 1
Höchste Platzierung: 130 (17. August 1998)
Grand-Slam-Bilanz
Grand-Slam-Titel:00000 0
Australian Open 2R (1998)
French Open
Wimbledon
US Open 1R (1994)
Quellen: offizielle Spielerprofile bei der ATP/WTA (siehe Weblinks)

Karim Alami (arabisch كريم العلمي, DMG Karīm al-ʿAlamī; * 24. Mai 1973 in Casablanca) ist ein ehemaliger marokkanischer Tennisspieler.

Karriere

Alami gewann 1991 an der Seite von Greg Rusedski sowie an der Seite von John-Laffnie de Jager die Juniorenwettbewerbe von Wimbledon und der US Open, zudem stand er bei den Junioren im Einzel im Halbfinale der French Open und im Endspiel der US Open. Bereits im Jahr zuvor war er Tennisprofi geworden.

Sein erstes Finale auf der ATP World Tour erreichte er 1994 in seiner Heimatstadt Casablanca, er unterlag dort jedoch Renzo Furlan. Im darauf folgenden Jahr errang er seinen ersten Turniersieg auf der ATP Challenger Tour durch einen Finalerfolg über Jordi Arrese in Taschkent. 1996 gewann er als erster marokkanischer Tennisspieler ein ATP-Turnier, als er in Atlanta gegen Nicklas Kulti die Oberhand behielt. Wenige Monate später feierte er seinen zweiten und letzten Turniersieg in Palermo. Im Jahr darauf gewann er an der Seite von Julián Alonso seinen einzigen Doppeltitel auf der ATP World Tour. Seine höchsten Notierungen in der Weltrangliste erreichte er im Jahr 2000 mit Position 25 im Einzel sowie 1998 mit Position 130 im Doppel.

Sein bestes Einzelergebnis bei einem Grand-Slam-Turnier war das Erreichen der dritten Runde bei den Australian Open und den French Open; das beste Resultat in der Doppelkonkurrenz war der Einzug in die zweite Runde 1998 bei den Australian Open.

Alami spielte zwischen 1990 und 2002 29 Einzel- sowie 21 Doppelpartien für die marokkanische Davis-Cup-Mannschaft, seine Einzelbilanz lag bei 20 Siegen bei neun Niederlagen. Bei den Olympischen Spielen 1992 und 2000 trat er für Marokko an. 1992 musste er in seiner Erstrundenbegegnung gegen den späteren Goldmedaillengewinner Marc Rosset beim Stande von 1:1 nach Sätzen verletzt aufgeben. 2000 erreichte er das Viertelfinale, das er gegen Roger Federer verlor.

Nach seinem Rücktritt vom Profisport wurde er Turnierdirektor der Qatar Exxon Mobile Open in Doha.

Erfolge

Legende (Anzahl der Siege)
Grand Slam
Tennis Masters Cup
ATP Masters Series
ATP International Series Gold
ATP International Series (3)
ATP Challenger Tour (4)

Einzel

Turniersiege

ATP Tour
Nr. Datum Turnier Belag Finalgegner Ergebnis
1. 29. April 1996 Vereinigte Staaten Atlanta Sand Schweden Nicklas Kulti 6:3, 6:4
2. 23. September 1996 Italien Palermo Sand Rumänien Adrian Voinea 7:5, 2:1 Aufgabe
Challenger Tour
Nr. Datum Turnier Belag Finalgegner Ergebnis
1. 28. August 1995 Usbekistan Taschkent Sand Spanien Jordi Arrese 6:4, 6:0
2. 18. Oktober 1999 Agypten Kairo Sand Belgien Christophe Rochus 6;3, 6:1
3. 8. November 1999 Uruguay Montevideo Sand Spanien Galo Blanco 6:3, 6:1

Finalteilnahmen

Nr. Datum Turnier Belag Finalgegner Ergebnis
1. 14. März 1994 Marokko Casablanca Sand Italien Renzo Furlan 2:6, 2:6
2. 8. Juni 1998 Italien Bologna Sand Spanien Julián Alonso 1:6, 4:6
3. 12. April 1999 Spanien Barcelona Sand Spanien Félix Mantilla 6:72, 3:6, 3:6
4. 27. September 1999 Rumänien Bukarest Sand Spanien Alberto Martín 2:6, 3:6

Doppel

Turniersiege

ATP Tour
Nr. Datum Turnier Belag Partner Finalgegner Ergebnis
1. 8. September 1997 Spanien Marbella Sand Spanien Julián Alonso Spanien Alberto Berasategui
Spanien Jordi Burillo
4:6, 6:3, 6:0
Challenger Tour
Nr. Datum Turnier Belag Partner Finalgegner Ergebnis
1. 30. Mai 1994 Usbekistan Taschkent Sand Ungarn Sándor Noszály Tschechien Daniel Fiala
Tschechien Jan Kodeš
6:7, 6:4, 7:6

Finalteilnahmen

Nr. Datum Turnier Belag Partner Finalgegner Ergebnis
1. 17. Juni 1996 Italien Bologna Sand Ungarn Gábor Köves Sudafrika Brent Haygarth
Sudafrika Christo van Rensburg
1:6, 4:6
2. 24. März 1997 Marokko Casablanca Sand Marokko Hicham Arazi Portugal João Cunha e Silva
Portugal Nuno Marques
6:7, 2:6
3. 27. Oktober 1997 Kolumbien Bogotá Sand Venezuela Maurice Ruah Argentinien Luis Lobo
Brasilien Fernando Meligeni
1:6, 3:6

Privates

Der 16-jährige Sohn von Alami starb im August 2019 bei einem Verkehrsunfall in Indonesien.[1]

Commons: Karim Alami – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Zoon Marokkaanse tennislegende Karim Alami komt op tragische wijze om. In: bladna.nl. Abgerufen am 9. September 2019 (französisch).